THW Bad Segeberg

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Großübung in Dänemark

Veröffentlicht am Donnerstag, 26. Juni 2014 von Malte Westphal | schon 4065 mal aufgerufen

Foto: THW OV Hamburg-Nord

Bad Segeberg, Tinglev/Dänemark, 20.06.-22.06.2014. Im Rahmen der Großübung des THW Ortsverbandes Hamburg-Nord trainierten vom 20. bis 22. Juni rund 150 Einsatzkräfte auf dem Übungsplatz des dänischen Katastrophenschutzes in Tinglev die Ortung und Rettung von verschütteten Personen nach einem Meteoriteneinschlag. Neben den rund 120 THW-Helferinnen und Helfern aus Hamburg-Nord und -Wandsbek nahmen auch 30 Helfer weiterer Ortungs-Fachgruppen aus Bad Segeberg, Stralsund, Neumünster, Kiel und Gadebusch teil. Das Szenario – ein Meteoriteneinschlag in Süd-Dänemark – sah integrierte Operationen von verschiedenen Ortungsfachgruppen und Bergungseinheiten vor. Die Ortungsgruppen hatten die Aufgabe, mit Hunden und technischem Gerät verschüttete Personen ausfindig zu machen, die im Anschluss von nachrückenden Bergungseinheiten gerettet werden.

Foto: THW OV Hamburg-Nord

„Meteoriten-Einschlag in Süd-Dänemark!“ – so lautete das Einsatzstichwort der Jahresübung des THW Ortsverbandes Hamburg-Nord, an der in diesem Jahr auch weitere Ortungsfachgruppen aus Norddeutschland beteiligt waren. Der große und für solche Szenarien besonders geeignete Übungsstandort des dänischen Katastrophenschutzes in Tinglev nahe der deutschen Grenze bot dabei das Einsatzfeld. Das Übungsfeld, ein Dorf mit zahlreichen, zum Teil schwer beschädigten Häusern, ermöglichte den Helfern aus Norddeutschland verschiedene Lagen durchzuspielen. So bot beispielsweise ein unterirdisches Tunnelsystem, ein eingestürztes Parkhaus und viele weitere zerstörte oder schwer beschädigte Häuser die Erprobung von Ortungstechniken. Insgesamt neun Hunde und rund 40 Ortungsfachkräfte der Ortsverbände Hamburg-Nord, Bad Segeberg, Stralsund, Neumünster, Kiel und Gadebusch fuhren nach dem Einsatzbefehl zum Übungsdorf und begannen mit der Lokalisierung von Verschütteten, die auf dem ganzen Gelände unter zum Teil meterhohen Trümmern lagen. Im Anschluss begannen Bergungseinheiten mit der Rettung der Personen. Unterstützt wurden sie dabei von einer Fachgruppe Infrastruktur und einer Fachgruppe Räumen.

Foto: THW OV Hamburg-Nord

Gute Ausbildung und hohes Engagement
„Die einzigartige Anlage in Tinglev vermittelt den Helfern ein sehr realitätsnahes Gefühl. Diese Übung war eine sehr gute Vorbereitung der Helfer auf ähnliche Einsätze“, erklärt Dietwald Jager, Übungsleiter und Leiter (Ortsbeauftragter) des Ortsverbandes Hamburg-Nord die Vorteile des Übungsdorfes Tinglev. „Normale Übungen sind meist vielfach kleiner und können die Stimmung eines echten Einsatzes nicht so gut vermitteln“, so Jager.

Die Übungsleitung zeigte sich vom Verlauf der Großübung zufrieden. „Wir konnten zeigen, dass wir auch größere Szenarien gut bewältigen können. Sicherlich gibt es noch Raum für Verbesserungen, vor allem in der Kommunikation, aber die Professionalität und der gute Ausbildungsstand der Helfer stimmen uns zuversichtlich“, so Jager. Das gewählte Szenario, ein Meteoriteneinschlag, lässt dabei Raum für verschiedene Krisenlagen und die Erprobung unterschiedlichster Geräte und Maschinen. Neben technischem Ortungsgerät wie Geophonen, einem Bioradar oder Video-Endoskopen kamen auch schwere Bergungsgeräte wie Radlader zum Einsatz. Daneben trainierten die Bergungskräfte zahlreiche Rettungsmethoden und –techniken.

Foto: THW OV Hamburg-Nord

Besonders erfreut zeigt sich Jager über die zahlreichen Frauen in der Helferschaft des THW Hamburg- Nord. Sie stellten bei der Jahresübung rund 20 Prozent der eingesetzten Rettungskräfte des Ortsverbandes. „Wir hatten in den letzten Jahren einen starken Zuwachs an weibliche Helferinnen. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass das THW nichts für Frauen wäre. Inzwischen besetzen Frauen bei uns auch Führungspositionen und sind im Verband gut integriert“, erklärt Jager. Der hohe weibliche Anteil geht auf ein gezieltes Anwerben von Frauen für das THW zurück, mit dem der OV Hamburg-Nord großen Erfolg hat und zu einer stetig wachsenden Anzahl an Helfern führt. „Gerade in Zeiten schwächeren gesellschaftlichen Engagements, dem Wegfall der Wehrpflicht und größerer Mobilität junger Menschen ist das ein ermutigendes Zeichen. Wir sind damit einer der stärksten Verbände in ganz Deutschland geworden“, so Jager. Um den vielen Helferinnen und Helfern genügend Räumlichkeiten bieten zu können, muss der Ortsverband seine Liegenschaft ausbauen. Damit soll in der Folge auch genügend Platz für die starke Jugendgruppe bereitstehen, die ebenfalls in großer Anzahl an der Übung teilnahm.

Der Tag klang mit dem gemeinsamen Schauen des Fußball-WM-Spiels Deutschland gegen Ghana aus.

Bericht: Simon Schumann, THW OV Hamburg-Nord

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 26. Juni 2014 um 23:53.

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