THW Bad Segeberg

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Plasmaschneidgerät

Erstellt von Sebastian Haasch | schon 4170 mal aufgerufen

Mit dem Plasmaschneidgerät können alle Metalle (Stahl, Edelstahl, Aluminium, Messing, Kupfer,..) bis zu einer Dicke von 35 mm durchtrennt werden.

Funktionsweise eines Plasmaschneidgrätes:

Im Plasmabrenner wird die Luft durch einen elektrischen Lichtbogen auf eine extrem hohe Temperatur erhitzt. Dabei bildet sich ein elektrisch leitfähiges Plasma, durch das der Schneidstrom von der Elektrode im Inneren des Plasmaschneidbrenners zum Werkstück (Anode) fliessen kann.

Im Plasmabogen entstehen Temperaturen bis 30.000 °C. Die Schneiddüse mit einer kleinen Bohrung schnürt den Schneidstrom ein und bewirkt dadurch einen stark gebündelten Plasmaschneidstrahl.

Dieser Plasmalichtbogen schmilzt Metalle sehr schnell und durch seine hohe kinetische Energie wird die Schmelze aus der Schnittfuge herausgeschleudert. Es ergibt sich ein sauberer und glatter Schnitt.

Für den Schneidprozess wird zunächst ein Pilotbogen zwischen Düse und Katode mittels Hochspannung gezündet. Dieser energiearme Pilotbogen bereitet durch teilweise Ionisation die Strecke zwischen Plasmabrenner und Werkstück vor. Berührt der Pilotbogen das Werkstück (fliegendes Anschneiden, fliegendes Anstechen), wird durch eine automatische Leistungserhöhung der Hauptbogen eingeleitet, bei dem dann der eingestellte Strom fließt . (Quelle: Hr. Jäckle)