THW Bad Segeberg

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Unwetter in Büsum

Veröffentlicht am Sonntag, 05. Oktober 2008 von Sebastian Haasch | schon 7125 mal aufgerufen

Einsatz Nr. 03-08
von 04.10.08 12:00
bis 05.10.08 20:00
Ort Büsum, Südstrand
Helfer 9
Fahrzeuge MLW WP, LKW WP, Anh. WP
Gerät Börger-Pumpe, Tauchpumpen
Anforderer Gemeinde Büsum
Zusammen-arbeit mit Feuerwehr Büsum, THW Heide, Meldorf, Elmshorn, Niebüll, Hamburg-Bergedorf
Schläuche wohin das Auge blickt.

Büsum, 05.10.2008 Starke Regenfälle vom 1. bis 4. Oktober, führten im Raum Büsum zu einer extremen Hochwassersituation in der Kanalisation, Entwässerungsgräben und Regenrückhaltebecken.

Die Obenflächenentwässerung, die normalerweise über einen Kanal und später durch den Büsumer Hafen abgelassen wird, konnte diese gewaltigen Mengen nicht verarbeiten, so das sich hier alles aufstaute. Einige Straßen und Ortsteile entwickelten sich zu einer Seenlandschaft.

Wasserfall auf THW-Art

Die Feuerwehr Büsum wurde allein zu über dreißig Keller-Lenzeinsätze gerufen. Sie war bereits am 3. Okt. zu mehreren Einsätzen gewesen und am 4. wurde um kurz nach 04:00 Uhr morgens Großalarm gegeben.

Immer neue Regenfälle am 4. Okt. sorgten für eine weiter Zuspitzung der Situation. So wurden am Morgen des 4. Okt. die THW-Ortsverbände Heide und Meldorf alarmiert.

Personal und Pumpenkapazität wurden dann noch einmal durch das THW Tönning (Fachgruppe Elektroversorgung)und die Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus Niebüll, Elmshorn, Bad Segeberg und Hamburg Bergedorf aufgestockt.

Sechs Schlauchleitungen wurden parallel verlegt.

Das THW verfügt über spezielle Lenzpumpen mit großer Förderleistung, die bei diesem Einsatz notwendig waren. Sie wurden am Vorfluter hinter dem Hauptstrand und an der Perlebucht in Stellung gebracht, an diesen beiden Stellen wurden so pro Minute 60m³ Wasser über den Deich in die Nordsee gefördert.

Am späten Nachmittag wurde dann die Feuerwehr Warwerort und Westerdeichstrich zur Unterstützung nachalarmiert und um die Büsumer Kameraden abzulösen, die bereits über zwölf Stunden im Einsatz waren.
Gegen 19 Uhr wurde auch noch die Feuerwehr Hedwigenkoog alarmiert, die zur Unterstützung des THW Hamburg-Bergedorf am Hauptstrand gebraucht wurden um die Pumpen in Stellung zu bringen. Die umliegenden Wehren übernahmen bis in zum nächsten Morgen auch die anfallenden neuen Keller-Lenzeinsätze im Ort.

Zur Nacht war eine neue Schlechtwetterfront mit Sturmböen bis Windstärke 9 – 11 gemeldet, was die Situation für die Beteiligten in Büsum nicht gerade entspannte.

Die Zuschauer hatten Logenplätze auf das Einsatzgeschehen.

Die Pumpaktion und Großeinsatz dauern zur Zeit noch an. (Stand 04.10.08 23:00 Uhr)

Text: Feuerwehr Büsum & THW Bad Segeberg

In den vergangenen 5 Tagen war im Raum Büsum über 180 mm Regen pro m² niedergegangen.
Nach aktuellem Stand wird das THW gegen 15 Uhr aus dem Einsatz entlassen. Die Lage hat sich in so weit entspannt, dass der heftige Westwind deutlich nachgelassen hat und auch die Niederschläge an Intensität verloren haben.

Stand: 05.10.08 14:00 Uhr

Um 15 Uhr wurde nach einer letzten Lageerkundung des Führungsstabes, bestehend aus: Gemeindevertretern, Deich und Sielverband, Klärwerk Büsum, THW Zugführer und der Feuerwehr entschieden, alle Pumpenanlagen des THW zurück zu bauen.

Mit Stand 05.10.2008 20:00 Uhr ist die FGr Wasserschaden/Pumpen des OV wieder einsatzbereit und wohlbehalten zurückgekehrt.
Die Pumpen konnten wie geplant um 14:45 Uhr abgeschaltet werden, zum Rückbau erhielten die Einsatzkräfte des THW tatkräftige Unterstützung durch die umliegenden Feuerwehren.

In diesem Einsatz wurde durch das THW ca. 130.000m³ Wasser gefördert! Dabei waren über 70 Helfer im Dauereinsatz.
Die Verpflegung und Unterbringung der Einsatzkräfte erfolgte über die Jugendherberge Büsum und klappte hervorragend!

Foto: Feuerwehr BüsumFoto: Feuerwehr BüsumFoto: Feuerwehr BüsumFoto: Feuerwehr BüsumFoto: Feuerwehr BüsumFoto: Feuerwehr Büsum04102008(004).jpg04102008(005).jpg04102008(006).jpg04102008.jpg04102008(001).jpg04102008(002).jpg04102008(003).jpgIMG_3783.JPGDie Zuschauer hatten Logenplätze auf das Einsatzgeschehen.Sechs Schlauchleitungen wurden parallel verlegt.Der Strom für unsere Pumpen kam von der Fgr. Elektroversorgung aus Tönning2x 5000 Liter pro Minute in der GroßansichtKnapp einen Kilometer Schläuche verlegten unsere Helfer am Deich.IMG_3822.JPGHier rauschen pro Minute 12.000 Liter Wasser ins MeerWasserfall auf THW-ArtSchläuche wohin das Auge blickt.Steife Briese von vorn. Der Wind wehte mit bis zu 11 Windstärken.Einsatzstelle am "Piratenmeer" in der ÜbersichtBörger-Pumpe aus Bad Segeberg und Hannibal-Pumpe aus NiebüllDruckleitungen der Elektro-TauchpumpenNachts an der Einsatzstelle
 
 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 5. Oktober 2008 um 02:27.
Letzte Aktualisierung am Sonntag 18. Januar 2009 um 14:54 durch Sebastian Haasch.

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