Bis zum nächsten Mal, Bundesjugendlager!

Bad Segeberg/Rudolstadt, 27.07.-03.08.2019. Die weißen Zelte in Sichtweite der Heidecksburg sind abgebaut und die blauen Einsatzfahrzeuge auf dem Weg zurück in die Heimat. Acht Tage lang waren 5.500 Jugendliche, Betreuerinnen und Betreuer sowie THW-Einsatzkräfte im thüringischen Rudolstadt zu Gast. Vom 27. Juli bis zum 3. August fand hier das 17. Bundesjugendlager der THW-Jugend e.V., der Nachwuchsorganisation des Technischen Hilfswerks (THW) statt.
An 15 Aufbautagen hatten vor der Anreise der Jugendgruppen THW-Helferinnen und THW-Helfer die technischen Voraussetzungen für den Aufbau und Betrieb der Zeltstadt geschaffen. Auf der acht Hektar großen Wiese am Saalebogen wurden 43 Sanitärcontainer aufgestellt und 70 Kilometer Stromkabel verlegt. Aus mehr als 1.200 Zelten errichteten die Jugendlichen dann eine kleine Stadt in der Stadt. Bei hochsommerlichen Temperaturen von zeitweise deutlich über 30 Grad versorgten die ehrenamtlichen THW-Kräfte die Jugendlichen sowie ihre Betreuerinnen und Betreuer unter anderem mit 152.000 Brötchen, 7.500 Kilo Gemüse sowie mehr als 115.000 Litern Mineralwasser und Apfelschorle.

THW-Präsident Albrecht Broemme bedankte sich bei den Helferinnen und Helfern: „Das 17. Bundesjugendlager färbte mehrere Tage lang Rudolstadt in blau – selbst die Heidecksburg strahlte am Eröffnungswochenende in blau. Ein Camp für rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist immer einKraftakt, der nur gemeinsam geschultert werden kann. Ich danke allen, die es ermöglicht haben und den Jungs und Mädchen, die es mit Leben erfüllt haben.“

Einen Höhepunkt bildete der Bundeswettkampf unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Horst Seehofer. Bei dem technisch geprägten Wettstreit traten 16 Mannschaften aus allen Bundesländern gegeneinander an. Ein „zeitreisender Magier“ versetzte die jungen Helferinnen und Helfer spielerisch in ein Katastrophenszenario aus dem Jahr 1342. Die Jugendgruppe aus Leonberg (Baden-Württemberg) setzte sich erneut durch und verteidigte ihren Titel aus dem Jahr 2016.

Acht Tage lang organisierte die THW-Jugend auf dem Campgelände Workshops und Ausflüge rund um die Themen Nachhaltigkeit, fachtechnisches Training und demokratische Teilhabe. Sportturniere und Aktivitäten in der Region sowie Konzerte und Vorführungen rundeten das Freizeitangebot ab. Bei einem Berufskundetag, an dem sich zahlreiche Unternehmen und Behörden beteiligten, informierten sich die Mädchen und Jungen über Ausbildungsmöglichkeiten und die Chancen durch den Bundesfreiwilligendienst im THW. 123 Jugendliche nutzten zudem die Möglichkeit, das Leistungsabzeichen der THW-Jugend abzulegen.

Bei der Abschlussveranstaltung am Samstagabend im Festzelt des Camps zog Bundesjugendleiter Ingo Henke eine positive Bilanz der vergangenen Woche: „Die 340 Jugendgruppen aus dem gesamten Bundesgebiet und die internationalen Gäste haben in Rudolstadt eine tolle Woche verbracht, neue Freundschaften geknüpft und das Gemeinschaftsgefühl der THW-Familie gestärkt.“

Auch Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl freute sich über die erfolgreiche Durchführung des Bundesjugendlagers: „Das Camp der THW-Jugend war eine Bereicherung für die Region, ein tolles Erlebnis für viele junge Menschen, denen diese schöne Ecke Deutschlands noch unbekannt war.“ Als Erinnerung wird der Stadt eine Sitzbank mit Solarmodul am Kino bleiben, die die Kinder und Jugendlichen bei einem Workshop zur Nachhaltigkeit aus Holz gebaut hatten.

Das 17. Bundesjugendlager wurde als gemeinsame Veranstaltung von THW-Jugend e.V., der Bundesanstalt THW, der THW-Bundesvereinigung e.V. und der THW-Stiftung in Kooperation mit der Stadt Rudolstadt durchgeführt. Es stand unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Auch die Bad Segeberger Jugendgruppe war mit 17 Teilnehmern eine Woche in Rudolstadt dabei.

Bericht: www.thw.de